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Garten Tipps für Oktober

Garten Tipps für Oktober

Wer jetzt in den Garten geht, wird schon manchmal einen warmen Pullover mitnehmen. Die Temperaturen könnten bald - zumindest nachts - unter Null rutschen. Dabei erstrahlt der Garten nun in seiner ganzen herbstlichen Farbenpracht. Weil vor dem Winter noch einiges erledigt werden muss, sollte man jeden schönen Tag für die anstehenden Arbeiten nutzen. Es ist noch viel zu tun...

 

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Es wird wieder gepflanzt, gesäet und umgestaltet!

Die Sommerblumen auf Beeten, Gräbern und Balkonen haben ausgedient. Herbstliche Pflanzen, die auch Frost vertragen, wie Callunen, Eriken, Stiefmütterchen, Hornveilchen, Silberblatt, Ajania, Zierkohl, Chrysanthemem, Veronika...treten an ihre Stelle.

Der Oktober ist auch Hauptpflanzzeit für Heckenkoniferen, Obstgehölze, Rosen und Ziersträucher. Alles, was in den heißen Sommertagen vertrocknet ist, kann ersetzt werden. Sie können Stauden teilen, Büsche und Gräser umpflanzen. Wenn Sie Veränderungen im Garten planen, jetzt ist die beste Zeit für neue Gestaltungen.

 

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Die letzten Pflegearbeiten

Im Oktober lockern Sie die Beete oberflächlich und arbeiten zur Bodenverbesserung Kompost oder das Bodenverbesserungsmittel >> GreenFit Boden-Bioaktiv (100 g/m²) sowie >> Kreidekalk GreenFit CaCO3 (50-200 g/m²) ein. Durch diese Maßnahme unterstützen Sie zusätzlich die Entwicklung eines gesunden Bodenlebens. Wollen Sie im Frühling neue Beete anlegen, so können Sie noch nicht bebautes Land grobschollig umgraben. Die Frostgare lässt später feinkrümeligen Boden entstehen. Vor der Winterruhe muss der Garten noch einmal gründlich von Unkräutern befreit werden. Nach Schnecken und ihren Eiern sollten Sie suchen. Schnecken richten auch im Winter großen Schaden an.

Aus dem Rasen muss der Filz noch vor dem Winter heraus gerecht werden, letzte Grasmahd - falls erforderlich - gegen Monatsende. Solange noch Gräserwachstum vorhanden ist, empfehlen wir den Einsatz des natürlichen Pflanzenstärkungsmittels >> GreenFit plus P als Blattspritzung (5-10 g/5 Ltr. Wasser 2 -3 Mal im Abstand von 8-10 Tagen). Nach der Anwendung sollte es 3-4 Stunden nicht regnen. GreenFit plus P schützt den Rasen vor Kälte und Trockenheit und erhöht die Toleranz der Gräser gegenüber typischen Rasenkrankheiten. Anfang Oktober legen Sie Leimringe vor allem an Obstbäumen an, um die flugunfähigen Frostspannerweibchen daran zu hindern, zur Eiablage in die Wipfel der Bäume zu kriechen.

Einige Gemüsesorten wie Kohlrabi, Rote Beete, Sellerie, Bohnen, Möhren und Gurken müssen vor dem ersten Frost geerntet werden. Bei Freilandtomaten nimmt man möglichst ganze Zweige mit unreifen Früchten ab und lässt sie im Haus nachreifen. Endivien, Zuckerhut, Lauch, Rosen- und Grünkohl bleiben noch in den Beeten und werden nach und nach abgeerntet.

Halten Sie für Pflanzen, die jetzt im Freiland noch prächtig blühen, wie Astern und Chrysanthemen, auch für die letzten Tomaten Schutzhauben bereit, falls Nachtfrost angesagt ist. Achten Sie darauf, dass wintergrüne Stauden wie Gänsekresse und Hornkraut nicht vollständig unter einer Laubschicht verschwinden. Sie faulen unter der feuchten Decke leicht.

 

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Jetzt wird der Garten aufgeräumt, aber in Maßen!

Manche Gartenbesitzer sind erst zufrieden, wenn im Herbst das letzte Laubblatt im Müllsack verstaut, die Beete exakt geharkt und absolut sauber sind. Klar, am Ende der Saison wird der Garten aufgeräumt, aber mit Maßen!

In der Natur gibt es - mit Ausnahme unfruchtbarer Wüsten - keine unbedeckten Flächen. Das sollte auch im Garten unser Motto sein. Das beste Abdeckmaterial für die Beete ist Laub. Es schützt die wertvolle Humusschicht und wird von Bodenlebewesen zu bestem Humus verarbeitet.

Laub ist auch ein guter Schutz vor Frost für die Pflanzen wie Fackellilien, Japananemonen und Pampasgras. Unter Bäumen und Sträuchern, im Staudenbeet kann Laub liegen bleiben. An einigen Stellen im Garten hat es allerdings nichts zu suchen: im Rosenbeet, Teich, im Steingarten, auf dem Rasen und den Wegen.

Laub zersetzt sich schnell, vor allem wenn es mit Kompost, Mist oder organischem Dünger angereichert wird. Lediglich das Laub von Eiche, Walnuss, Pappel und Platane sollte ausgesondert und kompostiert werden. Es verrottet langsam. Eichenlaub enthält viel Gerbsäure, die lediglich in sauren Böden etwa von Rhododendren und Azaleen vertragen wird.

 

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Umzugszeit

Die tropischen Kübelpflanzen wie Solanum, Lantanen, Abutilon, Zierbananen... werden allmählich in ihre Winterquartiere umsiedeln. Der Umzug kann Schritt für Schritt vor sich gehen. Auf jeden Fall müssen die Kübelpflanzen, wenn sie an ihrem Winterplatz ankommen, schädlingsfrei und ihre Ballen relativ trocken sein.

Die Knollen von Dahlien, Freesien, Canna, Montbretien... sollten Sie ab Monatsende aus der Erde nehmen, allerdings so spät wie möglich, die Knollenbegonien sogar nach dem ersten Frost. Die Knollen brauchen noch Zeit, um Kraft für das nächste Jahr zu tanken. Dahlien werden circa 10 cm, Canna 15 bis 20 cm über der Knolle abgeschnitten und dunkel und kühl in Torf gelagert. Sie dürfen im Winter nicht völlig austrocknen.

Aus dem Gartenteich ziehen die exotischen Pflanzengäste wie Wasserhyazinthen, Feenmoos und kleinblütige Seerosen ins Haus um. Die großen Seerosen, die tiefer und frostsicher platziert sind, dürfen im Teich bleiben. Die Natur zieht sich nun im und am Teich zurück. Tiere sind plötzlich unauffindbar, Blätter vergilben, Halme und Stängel werden dürr und brechen ab.

 

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Blumenzwiebeln setzen

Die letzten Blumenzwiebeln, besonders Tulpen und Lilien kommen nun in den Boden. Sie müssen vor den ersten Frösten Wurzeln gebildet haben. Vielleicht reservieren Sie sich auch ein paar besonders schöne Exemplare für Ihre Balkonkästen, Kübel und neu anlegten Staudenbeete. Dann haben Sie im Frühjahr attraktive Kombinationen.

Manche Tulpen sind Diven, sie haben ihren großen Auftritt und dann wieder Migräne. Wer sich nicht mit dem Tulpenlaub ohne Blüte herumärgern will, kann die Zwiebeln in Körben ins Beet setzen. Sie werden dann nach der Blüte herausgenommen und bis zum Herbst zwischengelagert, für einen neuen Versuch. Andere Blumenzwiebeln, vor allem die botanischen blühen treu und vermehren sich, wenn sie den richtigen Standort haben.

Viele Einjährige wie Wicken, Chrysanthemen, Mohn, Kornblumen, Lupinen können Sie schon vor dem Winter säen. Sie blühen dann im nächsten Jahr früh und kräftig. Frostkeimer - Saat z.B. von von Enzian, Adonisröschen, Küchenschelle, alpinen Glockenblumen gehört nun ins Freiland.

 

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Wohin mit dem Herbstlaub?

Im Oktober rieselt es von allen Laubbäumen. Für manche Gärtner ein schrecklicher Alptraum. Dabei verhalten sich Bäume und Sträucher eigentlich ganz praktisch. Bevor der Frost die Blätter zerstören kann, ziehen sie alle verwertbaren Stoffe daraus zurück. Im Frühjahr verfügen sie dann über die nötigen Mittel für den Neuaustrieb.

Es ist auch gar nicht sinnvoll, alles Laub aus dem Garten zu entfernen. Laub ist der beste Dünger und Schutz für die Pflanzen. Unter Bäumen und Sträuchern, im Staudenbeet kann es liegen bleiben. Es schützt empfindliche Pflanzen wie Fackelilien, Japananemonen und Pampasgras vor Frost. An einigen Stellen im Garten hat Laub allerdings nichts zu suchen: im Rosenbeet, Teich, im Steingarten, auf dem Rasen und den Wegen.

Laub zersetzt sich schnell, vor allem wenn es mit Kompost, Mist oder organischem Dünger angereichert wird. Lediglich das Laub von Eiche, Walnuss, Pappel und Platane sollte ausgesondert und kompostiert werden. Es verrottet langsam. Eichenlaub enthält viel Gerbsäure, die lediglich in sauren Böden etwa von Rhododendren und Azaleen vertragen wird.

 

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Der Zimmergarten

Die Zimmerpflanzen haben es jetzt nicht leicht. Verwöhnt durch den Sommer mit viel Licht, machen ihnen die kürzeren Tage, die Dunkelheit zu schaffen. Man muss sie so nah wie möglich an Lichtquellen rücken, notfalls auch Pflanzleuchten installieren.

Auch die trockene Heizungsluft setzt den Zimmerpflanzen zu. Es wird für sie erträglicher, wenn sie täglich mit warmem, kalkarmen Wasser besprüht werden. Die meisten Zimmerpflanzen vertragen direktes Besprühen, nur Arten mit weichen oder behaarten Blättern bekommen Flecken. Die Zimmerpflanzen- mit Ausnahme der blühenden - nur sparsam gießen und nicht düngen. - Trotz allem, der Zimmergarten mit seinen herrlich blühenden und grünen Gewächsen hat jetzt viel zu bieten.

Gartentipps © Azana Verlag, Yves Kessler Vegetationstechnik Garten- & Landschaftsbau GmbH